Montag, 11. April 2011

Geschlechtsunterschiede beim Ernährungsverhalten


 

Frauen sind anders. Sie unterscheiden sich von Männern auch in ihren Essgewohnheiten und in ihrem täglichen Nährstoffbedarf

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit einem befreundeten Paar im Restaurant. Entspannt schaut jeder in die Speisekarte. Es folgt die Bestellung: Er ordert einen zartblättrigen Salat mit Kirschtomaten und Vinaigrette, sie ein T-Bone-Steak mit Pommes frites. Würden Sie etwas erstaunt gucken? Zu Recht – denn laut der aktuellen „Nationalen Verzehrsstudie“ sind Männer die Fleischesser in unserer Gesellschaft. Sie essen doppelt so viel wie Frauen: pro Tag 103 Gramm Fleisch und Wurst. Bei Frauen kommen gerade mal 53 Gramm Fleisch auf den Teller.
Dafür greifen die häufiger zu Gemüse und Früchten. Mit 270 Gramm Obst am Tag erreichen sie so locker die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 250 Gramm. „Hier spielen eher kulturelle, historische und soziale Aspekte eine Rolle“, sagt Dr. Annett Hilbig vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Für die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse gibt’s biologische Gründe.
Frauen essen besser

Frauen essen gesundheitsbewusster als Männer. Das ist gut so, denn durch ihre geringere Muskel- und größere Körperfettmasse benötigen Frauen weniger Energie. Obwohl Frauen bei gleichem Gewicht einen ca. 13 Prozent niedrigeren Kalorienbedarf haben, müssen sie von bestimmten Nährstoffen – wie Vitamin C, B12 oder Jod – gleich viel aufnehmen wie Männer. Auf dem täglichen Speiseplan von Frauen sollten deshalb bevorzugt Produkte mit hoher Nährstoffdichte stehen, also nährstoffreiche Lebensmittel mit möglichst geringem Kaloriengehalt. Durch ihre monatliche Regelblutung haben Frauen außerdem einen erhöhten Eisenbedarf. „Ein- bis zweimal in der Woche Fleisch ist deshalb empfehlenswert“, erklärt Dr. Annett Hilbig. Vegetarierinnen sollten gezielt eisenreiche Gemüse und Getreide essen, wie Spinat und Hirse.
Gesunder Rollentausch
Männer sind im Schnitt etwa 13 Zentimeter größer und 16 Kilogramm schwerer als Frauen. Von vielen Vitaminen und Mineralstoffen (siehe Tabelle unten) brauchen sie mehr. Dazu kommen bei Zink und Magnesium höhere Verluste durch Schwitzen. Da heute bereits die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer übergewichtig sind, gelten für beide als grundsätzliche Ernährungsregeln: viel Obst und Gemüse, fettarme Fleisch- und Milchprodukte, Vollkorn statt Weißmehl, wenig Zucker und hochwertige pflanzliche Öle. Wenn also Frau hin und wieder ein Steak bestellt und Mann „nur“ den Salat wählt, hat dieser Rollentausch durchaus einen gesundheitlichen Vorteil.

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